Newsletter 01/2014

Oktober 2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen
Liebe Mitglieder des BCH Luzern

Mit unserem Newsletter informieren wir Sie über die Aktivitäten des Verbandes der Luzerner
Berufsschullehrer und Berufsschullehrerinnen BCH Luzern. Auch möchte der BCH Luzern die neuen Mitglieder vom Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrum (FMZ) herzlich willkommen heissen.

Zusammenarbeit mit dem Departement für Bildung und Kultur (BKD) und der Dienstelle für Berufs- und Weiterbildung (DBW)

Der BCH-Vorstand trifft sich in regelmässigen Sitzungen mit der DBW und dem BKD. An den Gesprächen bringen wir die Anliegen sämtlicher Berufsschullehrpersonen im Kanton Luzern ein und tauschen Informationen aus. Hauptthemen an den Gesprächen im letzten halben Jahr waren:
- Sparmassnahmen Leistung und Strukturen II
- Führungsverständnis und Führungskultur in der DBW und an den BBZ
- Vorgehen bei Pensenreduktionen und Kündigungen
Die Gespräche finden zwar in partnerschaftlicher Atmosphäre statt, unser Einfluss auf Entscheide bleibt jedoch weiterhin gering.

Sparmassnahmen im Rahmen von "Leistung und Strukturen II"

Im Moment sind dem BCH keine neuen Massnahmen mit Auswirkungen auf die Anstellungsverhältnisse der Lehrpersonen in der Berufsbildung bekannt. Die interne Diskussion im BKD wurde Mitte September abgeschlossen. Sowohl der BCH-Vorstand wie alle Lehrpersonen sind gefordert, unsere Anliegen und Interessen bei Kantonsräten aller Parteien, weiteren Entscheidungsträgern und der Bevölkerung einzubringen. Der BCH wird sich auch über die Arbeitsgemeinschaft Luzerner Personalverbände ALP für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Finanz- und Aufgabenpolitik des Kantons Luzern einsetzen.

Umgang mit den Personalverbänden und dem Personal

In Zusammenhang mit personalrechtlichen Problemen und wegen ihrem Einsatz für Lehrerkollegen sind Vorstandmitglieder von Personalverbänden unter Druck geraten und abgestraft worden. Das Personalgesetz gewährleistet das Mitspracherecht der Angestellten in Personalangelegenheiten. Eingaben der Personalorganisationen sind zu prüfen und zu beantworten. Der BCH fordert dieses Mitspracherecht (Gesetz über das öffentlich-rechtliche Arbeitsverhältnis, Artikel 61) vehement ein und kann nicht akzeptieren, wenn Lehrpersonen daraus Nachteile erwachsen.

Der BCH setzt sich in erster Linie für übergeordnete Interessen der Lehrpersonen ein und wird von der DBW als inoffizielle Dachorganisation aller Personalverbände und Standesvertretung der Lehrpersonen betrachtet. Der BCH hat mit der DBW vereinbart, dass örtliche Vereine ihre Anliegen mit den jeweiligen Schulleitungen besprechen und individuell ihre Art der Zusammenarbeit vereinbaren können. Der BCH wird sich jedoch vorbehalten, bei Bedarf auch in schulinternen Fragen von grosser Tragweite mitzureden.

Lohn und Verteilung Mutationsgewinn

Im Schuljahr 2014/15 gibt es für die Lehrpersonen der Sek II keinen Stufenanstieg. Als "Lohnerhöhung" steht nur ein Mutationsgewinn von 0,5 Prozent zur Verfügung. Das Vorgehen zur Verteilung dieses Mutationsgewinnes wurde vom BKD mit dem BCH vereinbart und mittels RRB vom 20.6.2014 für alle Lehrpersonen des BKD festgelegt. Die Auszahlung erfolgt als Einmalprämie je Lehrperson und abgestuft nach Anstellungsgrad. Als Auszahlungszeitpunkt ist das Ende des Schuljahres vorgesehen. Der BCH hat sich über die Arbeitsgemeinschaft Luzerner Personalverbände ALP dafür eingesetzt, dass für das Schuljahr 2015/16 vom Kanton 0.9 % budgetwirksame Mittel für die Personalkostenentwicklung eingesetzt werden. Diese Mittel würden zusammen mit dem Mutationsgewinn für einen Stufenanstieg reichen.

Vorgehen bei Pensenreduktionen und Kündigungen

An einzelnen Schulen stehen markante Pensenreduktionen auf das 2. Semester des Schuljahres 2014/15 an. Der BCH kann nicht nachvollziehen, dass dies mit besserer Planung nicht verhindert werden konnte und erneut während dem Schuljahr Pensen reduziert und Klassen zusammengeführt werden. Er hat die DBW aufgefordert, für die betroffenen Lehrpersonen zusammen mit der Dienststelle Personal sozialverträgliche Lösungen zu finden und abzuklären, ob es gegebenenfalls Unterstützung seitens der ALV gibt.

Die Abklärungen der DPE ergaben folgendes Resultat: Die kantonale Verwaltung kann keine Kurzarbeit geltend machen, da die Begründung des wirtschaftlich bedingten Ausfalls nicht gegeben ist. Ein Anspruch auf ALV ist im Einzelfall zu prüfen, sofern die Einbusse mehr als 20% beträgt. Die Rahmenbedingungen sind jedoch sehr eng gefasst, so dass eher nicht mit einer Unterstützung der ALV zu rechnen ist. Die betroffenen Personen können sich gegebenenfalls bei der HR Beraterin Tiziana Wymann informieren lassen. Lehrpersonen, welche grosse Pensenreduktionen erhalten, sollen sich bitte beim BCH melden.

Petition gegen Bibliothekenschliessung

Mit der Petition wurde leider wenig erreicht. Die betroffenen Schulen (BBZB, BBZG, BBZW) haben folgendes koordiniertes Vorgehen geplant: Ab Zeitpunkt der Schliessung werden die relevanten Medien den Fachbereichen übergeben. Die Beschaffung von unterrichtspezifischen Medien (z.B. Klassensätze) werden im jeweiligen Fachbereich budgetiert. Bei Büchern, welche nicht überführt werden können, werden Lösungen mit anderen Bibliotheken gesucht. Die Umnutzung der Räumlichkeiten liegt in der Kompetenz der jeweiligen Schule. Die Verordnung Nr. 421 über das kantonale Bibliotheksangebot wird angepasst.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Rückmeldungen und setzen uns weiterhin vehement für die Anliegen der Luzerner Berufsmaturitätslehrpersonen und Berufsschullehrpersonen ein.

Herzliche Grüsse
BCH Luzern

Der BCH Luzern vertritt die Interessen sämtlicher Berufsschullehrpersonen, setzt sich für die Anliegen der Berufsbildung im Kanton Luzern ein und ist das Sprachrohr der Lehrpersonen in der Berufsbildung. Jedes neue Mitglied verstärkt unsere Stimme. Wer Lehrpersonen kennt, welche noch nicht Mitglied sind, bitten wir, diese aufzufordern, sich anzumelden.