Newsletter 03/2016

Juli 2016

Mit unserem Newsletter informieren wir dich über die Aktivitäten des Verbandes der Luzerner Berufsschullehrer und Berufsschullehrerinnen BCH Luzern.

Zum Schuljahresende

Der Vorstand des BCH-LU wünscht allen seinen Mitgliedern eine erholsame Sommerpause. Wir danken euch ganz herzlich für euer unschätzbares Engagement innerhalb und ausserhalb der Klassenzimmer für eure Lernenden, für eure Schulen und für die Berufsbildung im Kanton Luzern. In diesen Tagen erhalten Hunderte von jungen Erwachsenen ihre Berufsdiplome auf allen Stufen. Zu jedem einzelnen dieser Erfolge habt ihr mit eurer Arbeit beigetragen. Dafür gebührt euch Respekt und Dank. Wir hoffen, ihr erfahrt diese Anerkennung im täglichen Umfeld. Das ist umso wichtiger in der momentan schwierigen Lage. Viele Leute sprechen aktuell wieder von Bildung und vergessen dabei oft: Bildung geschieht zwischen Lernenden und Lehrenden, alles andere ist Hilfswerk!

In diesem Sinne wünschen wir euch allen Energie und Fantasie für die neuen Aufgaben.

KP 17

In seiner Session von Ende Juni hat der Kantonsrat erstmals über den Planungsbericht des Regierungsrates zum „Konsolidierungsprogramm 17“ (KP 17) beraten. Die Fraktionen hatten Gelegenheit, zu den vorgeschlagenen Sparmassnahmen Stellung zu nehmen. Entschieden ist nichts, beschlossen werden diese Massnahmen erst im Rahmen der Budgetdiskussion im November/Dezember. Die zum Teil hitzige Diskussion hat deutlich gezeigt, wie weit die Meinungen auseinandergehen. Am rechten Rand will nur gespart werden, am linken Rand will man einzig die Steuerstrategie rückgängig machen. Das Resultat ist eine gegenseitige Blockade. Die neuesten Zahlen zum Nationalen Finanzausgleich (NFA) spitzen die Situation weiter zu und zeigen, wie ratlos viele politische Akteure sind. Gefragt sind nun politische Persönlichkeiten, die der Luzerner Bevölkerung erklären, dass man neben Abbaumassnahmen auf der Ausgabenseite (was ja schon seit Jahren gemacht wird…) auch endlich Korrekturen auf der Einnahmenseite machen muss. Einzig die Unternehmenssteuern zu erhöhen, reicht dazu nicht aus. Das ist politische Realität.

Leidtragende dieser politischen Blockade sind einmal mehr die kantonalen Angestellten. Der Wille, die vorgeschlagenen Sparmassnahmen Ende Jahr zu beschliessen, scheint im Parlament mehrheitlich vorhanden.

Nach wie vor ist es das Ziel unseres Verbandes, diese Massnahmen zu streichen oder zumindest abzuschwächen. Einmal mehr werden wir den Fraktionen, Kommissionen und Verbänden aufzeigen, welche Folgen die Massnahmen haben werden. Die Streichung des DAG bringt wenig Nutzen, aber viel Schaden und trifft gerade jene, die dem Kanton die Treue halten. Die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung muss einen Leistungsabbau in anderen Tätigkeitsbereichen zur Folge haben (Zusammenarbeit mit anderen Gremien, weniger Informationsarbeit zuhanden der Betriebe, Abbau von Unterstützung von Leistungsschwachen und Leistungsstarken, Abbau von Mitarbeit im „Q“-Bereich, etc.).

Mitarbeiterpartizipation

Der BCH Luzern und die DBW haben im Februar 2016 eine Vereinbarung zum Einbezug der Mitarbeiter an den einzelnen Schulen getroffen (siehe Newsletter BCH vom April). Dazu machen wir zwei inhaltliche Ergänzungen. Die in der Vereinbarung erwähnte Offenlegung von Entlastungen und Entschädigung bezieht sich ausschliesslich auf die Mitarbeit in den entsprechenden Gremien an den Schulen, nicht auf sonstige Entlastungen. Die Mitarbeit in solchen Gremien geschieht ohne Entlastung und Entschädigung, sofern keine anderen Aufgaben damit verbunden sind. Dies war bereits zu Beginn des Prozesses im September 2015 mit der Leitung DBW vereinbart.

Der BCH hofft, dass diese Mitarbeiter-Vertretungen zu konstruktiven Problemlösungen an den Schulen beitragen können.

Herzliche Grüsse
BCH Luzern

Der BCH Luzern vertritt die Interessen sämtlicher Berufsschullehrpersonen und Berufsmaturitätslehrpersonen, setzt sich für die Anliegen der Berufsbildung im Kanton Luzern ein und ist das Sprachrohr der Lehrpersonen in der Berufsbildung. Jedes neue Mitglied verstärkt unsere Stimme. Falls du Lehrpersonen kennst, welche noch nicht Mitglied sind, bitten wir dich, diese aufzufordern, sich über unsere Website beim BCH anzumelden.